Freitag, 20. Mai 2016

Vom Ernteglück, Kirschmördern und Beerenklau

Ach, Ihr kennt das alle- du streifst durch den Garten, greifst dir hier eine Handvoll butterzarten Salat, zupfst ein paar Radieschen aus der Erde und bist im siebten Himmel. Das Leben könnte in diesem Augenblick nicht schöner sein. Bis zu dem Moment, wo die Salatschüssel leer ist und dein Blick verträumt über den Acker schweift. Die Äpfelchen wachsen fein- hach, wie ist das Leben schön. Aber dann fällt dein Blick auf das Kirschbäumchen, das Kleine. Was ist das denn, denkst du. Aus der Ferne sehe ich ja schlecht. Also Brille rauskramen, Füße vom Hocker und mal eben kurz nachgucken. Kräuselt sich da etwas? Was ist da so schwarz? Ja Herrgottsakra! Blattläuse. Nicht etwa so ein paar Hundert. In dicken Trauben hängen die Biester in der klitzekleinen Kirsche und haben die Blätter verklebt. Mir kommt kurz der Gedanke an Gift, in großen Mengen...aber das geht ja nun auch nicht-die Bienen! Also habe ich die befallenen Stellen großräumig abgeschnitten und entsorgt. Ob dit nu helfen tut wird sich zeigen. Mann,mann,mann. Das Bäumchen sieht aus wie kurz vor dem Exitus. Wehe, sach ich nur. Beim nächsten Befall denke ich doch noch einmal ganz gründlich über Gift nach. Nach diesem so ganz und gar unfreundlichen Zwischenspiel, braucht Frau eine Aufmunterung. Kommt sofort, sagt der Garten. Die Gurke macht sich prima, die Tomaten haben sich 1a entwickelt und meine Stimmung hebt sich exponentiell. Und denn das. Ich hab es doch geahnt. Auf meinem Einkaufszettel für morgen steht dick und fett: Netz für die Johannisbeeren. Aber was soll ich sagen? Wieder zu spät. Auch im neuen Garten war ein (?) Erntehelfer wieder schneller als ich, die meisten Beeren sind abgerupft...der reinste Beerenklau. Wie ich das hasse. Die kleinen Beerchen waren alle noch grün und ich dachte, ich hätte eine reelle Chance. Tja, denkste Puppe. Wenn da nicht heute der Erntesegen auf meinem Tellerchen gelegen hätte, wäre ich ganz und gar not amused gewesen. Aber so ist das im Garten, das kennt Ihr alle. Für das Wochenende wünsche ich Euch traumhaftes Wetter, bleibt von unerwünschten Erntehelfern verschont und genießt die Zeit. Wie immer grüße ich Euch herzlich über den Gartenzaun hinweg, Eure Jo

Kommentare:

  1. Wie Recht Du hast! Hier haben sich die Läuse nicht nur auf den Ribiseln breit gemacht, sondern auch am Weinbergpfirsich, Erdbeeren usw. Der Kirschbaum trägt sowieso heuer mal wieder nix. Er fliegt heuer wohl noch raus.

    lg kathrin

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  2. Ach dieses Mitfreuen und Mitleiden im Garten gehört einfach zum Gärtnerinnenglück dazu.
    Da es bei mir nur Blumen, Sträucher und Gras gibt (das Gemüse und Früchteziehen gehört längst der Vergangenheit an), kann ich heute ganz entspannt im Liegestuhl dösen.
    Allerdings kann ich dabei nur träumen von butterzarten Salatblättchen und saftig-knackigen Radieschen...
    Dir ein wunderbares Wochenende und herzliche Grüsse,
    Brigitte

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  3. Meine kleine Kirsche ist bis jetzt noch verschont.
    Überhaupt hält sich der Lausebefall bis jetzt noch in Grenzen. Schwebfiegen sind zur Not aber reichlich im Garten vorhanden.
    Schönes Wochenende!
    Elke

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  4. ich drück die daumen dat dit helfen tut!!!
    herzlichste grüße & wünsche an dich :-)
    amy

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  5. Manchmal ist das Gärtnerinnenleben eben nicht so einfach - aber vielleicht würde es uns dann einfach irgendwann langweilig werden ;-)
    Rosige Gartengrüße von Christine

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  6. Lieben Dank für Eure Besuche und die lieben Kommentare. Ich wünsche euch eine gute Woche,

    Herzlichst, Jo

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  7. Hallo Jo,
    die Marienkäfer räumen mit den Läusen gründlich auf, wenn Du nichts mehr machst. Die Larven der Marienkäfer sind sehr gefräsig - wie sie aussehen, findest du bei mir im Blog (oder noch besser googlen). Wenn die Marienkäfer Deinen Garten erstmal entdeckt haben, brauchst Du Dir keine Sorgen mehr wegen Läuse machen.
    Viele Grüße von Renate

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