Samstag, 18. November 2017

Die essbare Stadt - Goji oder Gift?

Früher als ich es noch nicht besser wusste, war Berlin für mich nur laut, dreckig, zubetoniert und überhautpt: Stadt eben. Das war bevor ich mit Herrn Hund regelmäßig durch die Stadtwälder gehirscht bin. Im Morgengrauen, was durchaus wörtlich zu nehmen ist, hatten wir tolle Erlebnisse mit Wildschweinen und anderem Getier. Nebenwirkung: Hier und da habe ich Kornelkirschen und Sanddorn entdeckt, im Frühjahr hat der Bärlauchduft uns begleitet und natürlich habe ich mir im Herbst den Bauch mit Brombeeren vollgeschlagen. Herr Hund jagt nun schon lange ohne mich in den ewigen Jagdgründen und ich spaziere durch andere Gegenden. Mit meinem Hundefräulein habe ich im nahen Park Maulbeerbäume entdeckt, leider schmecken sie mir so gar nicht und seit einigen Tagen kreise ich um mehrere Gebüsche und frage mich: Goji oder Gift? Ich habe einige Bücher gewälzt und auch das www durchforstet. Für mich sehen die Beeren aus wie Gojis. Noch habe ich mich nicht getraut, sie zu probieren. Gibt es giftige Doppelgänger? Ich kann kaum glauben, dass dort wo ich sie entdeckt habe, so viele Früchte in freier Wildbahn zum Gratisnaschen herumwachsen sollten. Wer kennt sich mit den wilden Früchtchen aus? Es wäre doch jammerschade, die guten Dinge der Stadt vergammeln zu lassen.
Herzliche Grüße, ich bin für jeden Tipp dankbar, Eure Jo


Jos Garten;Früchte;Gojibeeren;


Verlinkt zur Gartenglück-Linkparty beim Fachwerkhaus im Grünen.


Freitag, 17. November 2017

Von Wunderpflanzen und Geheimwaffen

Nein, hier gibt es keinen weiteren Beitrag zum Giersch. Obwohl?
Wenn nichts mehr wächst, wächst Giersch. Ob ich das nun als Wunder oder Plage bezeichne, lasse ich hier diplomatisch offen.
In diesem Jahr hatte ich neben Kürbispflanzen, die zu Zucchini mutierten, auch Buschbohnen gesät. Als Test nur eine Reihe. Und über diese kleinen Wunder muss ich einfach einmal etwas schreiben. Die Böhnkes habe ich direkt an den abgeernteten Spinat gelegt, irgendwo hatte ich gelesen, dass das den Pflanzen und dem Boden gut tun sollte und ja, so war es wohl. Ich konnte jeden Tag Bohnen ernten. Ein Kilo pro Tag war locker drin. Am nächsten Morgen war dann das nächste Körbchen voll, danach das nächste und danach das nächste und...ja, so ging es die gesamte Saison. Körbchen um Körbchen wurde voll, entsprechend eng wurde es in der Tiefkühltruhe. Zur Hochsaison atmete mein Jüngster schwer, ihm liegen Bohnen nicht so und er findet, Brechbohnen tragen ihren Namen zu Recht und wären nur mit einer ordentlichen Portion Speck genießbar. Für mich sind Bohnen Wunderpflanzen schlechthin, sie wachsen ohne viel Gezicke, tragen zuverlässig, schmecken prima (doch!)  und so ein Samentütchen kostet fast nichts. Selbst in Bioqualität wirst du nicht arm. Und das Schönste an der üppigen Ernte: nun, wo es draußen so richtig ungemütlich ist, genieße ich schöne Eintöpfe aus meiner Garten-Beute. Bei aller Euphorie, kleiner Tipp an mich selbst. Eine Reihe Bohnen reicht, lass dich ja nicht hinreißen mehr auszusäen....

Und nun zur Geheimwaffe! Aus Russland! Klar!
Als sehr altes Hausmittel gibt es in unserer Familie gerne heiße Zitrone samt abgeriebener Schale und etwas Zimt. Das wirkt bei mieser Laune genauso gut wie bei einem fiesen Infekt.  Zurzeit weilt eine unserer Liebsten in Russland und es hatte sie prompt erwischt. Ihre besorgten Vermieter hatten dann auch gleich einen Tipp. Dünn in Scheiben geschnittene Zitronen mit Zucker bestreuen und mit Haut und Haar bzw. Kern und Schale essen. Schmeckt buahhhrrrrr. Aber sowohl in Russland als auch hier in B hat der Versuch gut funktioniert. Nach nur einem Tag bist du fix wieder auf den Beinen.
In diesem Sinne, bleibt alle fein gesund oder schnappt Euch ein paar Zitronen.
Liebe Grüße, Eure Jo


Garten;Erkältung;




Sonntag, 12. November 2017

Ja, so ist das....

....wenn man älter wird, vergeht die Zeit schneller. Was bedeutet das dann für mein Alter, wenn die Zeit wie im Flug vergeht? Nein, darauf möchte ich keine ehrliche Antwort. Aber Ihr Gärtner und Gärtnerinnen kennt das ja alles selbst. Eben hast du noch mühsam, die ersten Samen gezogen und zack, nach nur ein paar Sommertagen, häufelst du deine Rosen an und deckst die Winterabdeckung auf die Kübel. Herrje....

In diesem Jahr war meine Ernte, na sagen wir es freundlich, bescheiden. Der fiese Frost im April hat die Kirschen und Äpfel und der Regen die Erdbeeren versaut. Die Aronias und Maibeeren wurden von den gemeinen Federlingen direkt vom Strauch geklaut. Und die Kürbissamen? Sie wurden, böse Überraschung, zu Zucchinipflanzen. Zucchini gab es also mehr als genug. Geplant war nur eine Pflanze und durch den Wandler-Kürbis hatten wir vier Oschis. Wie das Schicksal es will, gab es auch keinen Ausfall bei der Zucchinernte. Alle Biester haben stark getragen, es gab keinen Mehltau, der es gerechtfertigt hätte, ein Exemplar herauszureißen....
Nein, ich finde Zucchini nicht lecker. Außer als Basis für unseren heißgeliebten Zucchinikuchen. Davon hatten wir in diesem Jahr also reichlich. Das zeigt sich unglücklicherweise auch an der nun leider sehr zu engen Büx. 
Nichtsdestotrotzig liebe ich meinen Schoko-Zucchinikuchen und falls Ihr Appetit bekommen habt, hier ein altes Foto und das Rezept: 


Das Rezept ist easy, das hat sogar bei mir funktioniert:
3 Eier mit 150g Zucker schaumig rühren und 150 ml Sonnenblumenöl langsam hinzugeben
1/2 TL Zimt
1,5 TL Natron
1,5 TL Backpulver
1 gehäufter EL Kakao 
alles fein mixen. 
250g gemahlene Mandeln und 300g Mehl unterheben
300 g geraspelte Zucchini dazu und die Masse auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen.
Backzeit 30 Min. bei 180°C
Hinterher schön dick Schokoladenglasur darauf geben und ab damit in die Figur. Hat kaum Kalorien, glaube ich...

Guten Appetit und herzliche Grüße, Eure Jo, die nun schleunigst bei Euch spazieren geht.

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Mittwoch, 15. Februar 2017

Zack,zack Frühling

Die Sonne lacht und wärmt - wer hätte das gedacht. So schnell geht Frühlingslaune. Passend dazu habe ich die ersten Pflanzen erstanden. Nach dem tollen Gewinn bei Heidi über Wildobst, habe ich nicht widerstehen können. In den virtuellen Einkaufskorb wanderten eine Schlehe, Sanddorn (Friesdorfer Orange), Cranberry (Red Star) und kamtschatka bzw. sibirische Blaubeere. Die Wurzelsperre für den Sanddorn muss ich noch dazunehmen, denn zu viel des Guten ist ja auch nicht schön. Bevor das Pflanzengetier eintrifft habe ich hin und her überlegt. Wohin nur mit den Neuankömmlingen? Nicht, das ich viele Alternativen hätte, aber man will ja vorbereitet sein. Auf dem Papier und im Kopf habe ich nun einen Plan. Bis zur Lieferung und Auswilderung der schönen Wilden dauert es aber noch etwas. Leider. Und bis zur ersten Ernte noch sehr viel länger, seufz. Für die Zwischengartenphase habe ich noch einen Zickzackschal begonnen. Das Muster liebe ich, und ich freue mich schon auf den ersten gemeinsamen Ausflug ins Grüne. Aber auch das dauert wohl noch ein bisschen. Geduld ist wirklich nicht meine Stärke. Für meinen Geschmack müsste alles einfach mal etwas zack-zack gehen. Warum ich gärtnere und stricke ist mir völlig schleierhaft. Da hat sich der Gott der Hobby-Verteilung ja einmal einen schönen Spaß erlaubt.
Frühlingsfrische Grüße und eine bezaubernde Zeit, Eure Jo

Zickzack/ Schal/Stricken

Montag, 6. Februar 2017

Hamburg, Deine Perle

Die Elbphilharmonie -  meine Güte, Hamburg kann es einfach. Am Wochenende durfte ich zum Konzert. Die Elbphilharmonie ist eine echte Perle, der Bau ist ein Traum und im großen Saal dann DAS Erlebnis! Wie Schmetterlinge wehen die Töne durch den Raum, Krzysztof Urbański streichelt die Luft und seine Art, wie er Antonín Dvořáks 9. Sinfonie "Aus der Neuen Welt" zaubert - ich glaube, ich habe mich verliebt. In die Musik, in die Elphi und wieder in mein Ham-burch.  Klingt dat nich, als ob ein Klock ansleit?


Mittwoch, 11. Januar 2017

Titelstory N°1

Neues Jahr, neue Geschichten aus dem Bücherschrank. In diesem Jahr wird es wieder ein paar mehr Titelstories geben. N° 1 startet etwas kriminalistisch, ich hoffe, Ihr habt Spaß daran.
Die nächsten Buchtitelgeschichten werden thematisch geordneter als die "Alten". Es wird romantisch, kindisch, lustig oder klassisch. Lasst Euch überraschen.

Mit lieben Wünschen für 2017, Eure Jo

Krimi/Titelgeschichten/ Buchtitel