Sonntag, 19. Dezember 2010

Rosen

Meine Schwester ist leidgeprüft, sie liebt Rosen über alles, in jeder Form. Ob im Beet, im Bett (als Bettwäsche, nicht als Pflanze) oder im Tee. Wenn sie über Rosen spricht, leuchten ihre Augen. Was muss es ihr weh getan haben als ich im letzten Sommer im Gartenmarkt ziemlich unwirsch und laut : "ICH HASSE ROSEN" gesagt habe. Sie, der anwesende Gärtner und zehn andere ungläubige Gesichter starrten mich an.
Ja, ich bereue zu tiefst. Und nehme alles zurück! Rosen sind - ja was? Schön? Das trifft es nicht. Stolz? Trotzig? Im Sommer gibt es so viele wundervolle Blumen, da finde ich Rosen immer noch wenig spektakulär. Jetzt im Winter sind alle weg. Aber die paar Rosen in meinem Garten stehen da und trotzen dem Schnee und Eis, sie leuchten und zeigen Väterchen Frost die kalte Schulter. Heute sind hier -16°C und die stehen da und lächeln nur verächtlich über die Weicheier von Menschen mit Hut und Mantel. Sie brauchen nicht kiloweise Sonnenblumenkerne, wie die Gefiederten. Auf eine Burg, wie der Igel sie liebt, verzichten sie. Und dabei sehen sie noch gut aus.
BENEIDENSWERT!
Diese Haltung wünsche ich mir für das neue Jahr auch: Und wenn es noch so bescheiden läuft, Kopf hoch und selbstbewusst lächeln. 1 A Vorsatz für 2011!
In diesem Sinne einen großartigen 4. Advent und wie immer herzlich, Jo

Kommentare:

  1. Diesen wunderbaren Vorsatz kupfere ich mir gerne ab, Jo: "Und wenn es noch so bescheiden läuft, Kopf hoch und selbstbewusst lächeln." Hach, wie rosig muss man sich dabei fühlen!!

    Liebe Grüsse und gute Wünsche,
    Brigitte

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  2. Liebe Brigitte,

    für 2011 wünsche ich Dir dann "rosige" Zeiten.

    Herzliche Grüße
    Carola

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